2026
Die Zusammenarbeit zwischen dem GIS-GR und den Mitgliedern der Arbeitsgruppe „Verkehr“ des Gipfels der Großregion hat zur Erstellung von zwei Reihen von Karten zum grenzüberschreitenden ÖPNV innerhalb der Großregion geführt, darunter die Karten der grenzüberschreitenden Buslinien im Jahr 2026.
Die Karten stellen die grenzüberschreitenden Buslinien zwischen dem Großherzogtum Luxemburg, Lothringen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und der Wallonie im Jahr 2026 dar. Die Zielsetzung liegt darin, sich vorrangig auf das bestehende Angebot für den Grenzgängerverkehr innerhalb der Großregion zu konzentrieren. Demnach wurden die Fernbusse (Flixbus, Flibco, usw.) nicht auf der Karte dargestellt.
Im Jahr 2026 gibt es in der Großregion 65 grenzüberschreitende Buslinien, 12 mehr als im Jahr 2022, davon 21 zwischen Luxemburg und Lothringen, 11 zwischen Luxemburg und Rheinland-Pfalz, 8 zwischen Luxemburg und dem Saarland, 16 zwischen Luxemburg und der Wallonie, 6 zwischen dem Saarland und Lothringen, 2 Linien zwischen der Wallonie und Lothringen sowie eine Linie zwischen der Wallonie und Rheinland-Pfalz.
Die Mehrzahl der grenzüberschreitenden Buslinien an den Innengrenzen der Großregion haben als Ausgangs- oder Zielort Luxemburg-Stadt. Von 34 Linien, welche die Hauptstadt des Großherzogtums und seine Nachbargemeinden anfahren, haben 13 Haltestellen auf dem Kirchberg-Plateau. Letzteres ist ein wichtiges europäisches Viertel und stellt eines der wichtigen Entwicklungszentren der Stadt Luxemburg dar mit einer bedeutenden und wachsenden Zahl an Arbeitsplätzen. Unter diesen Verbindungen bieten einige Linien ein besonders umfassendes Angebot mit langen Fahrplänen und Bussen, die vor 05:00 Uhr und bis nach 23:00 Uhr verkehren. Dies ist unter anderem der Fall für die Linien 503 (Thionville-Luxemburg) und 303 (Trier-Luxemburg) der Fall. In den Hauptverkehrszeiten verkehren die Busse dieser Linien sogar alle 15 Minuten.
Weitere Endhaltestellen befinden sich in der Nähe des Hauptbahnhofs (6 Linien), im Stadtzentrum (6 Linien), in Howald (2 Linien), auf der Cloche d'Or (3 Linien), am P&R Bouillon (1 Linie) und in Leudelange (2 Linien).
Es gilt ebenfalls zu beachten, dass 10 grenzüberschreitende Linien, von denen die meisten nach Lothringen führen, Esch-sur-Alzette oder Belval anfahren.
Generell fahren die grenzüberschreitenden Buslinien in Richtung Luxemburg die wichtigsten Wohnorte der im Großherzogtum beschäftigten Grenzpendler an, vor allem im Süden der Provinz Luxemburg (Wallonie), im Norden Lothringens, in der Region um Trier und im Westen des Saarlands.
Neben den grenzüberschreitenden Linien nach Luxemburg spielen auch die Verbindungen zwischen den anderen Teilen der Großregion eine wichtige Rolle. Sechs grenzüberschreitende Buslinien verkehren zwischen Lothringen und dem Saarland, davon fünf zwischen dem lothringischen Kohlebecken und den beiden saarländischen Landkreisen Saarlouis und Regionalverband Saarbrücken. Zwei dieser Linien enden in Saarbrücken (MS Saint-Avold - Saarbrücken und Forbus 30 Forbach-Saarbrücken).
Außerdem verkehren zwei grenzüberschreitende Linien zwischen der Wallonie und Lothringen (35 Montmédy-Virton, 751 Longwy-Athus). Eine grenzüberschreitende Linie verbindet Rheinland-Pfalz und Ostbelgien (465 Gerolstein - Prüm - St. Vith).
Die Karte der Buslinien unterscheidet zwischen Linien mit mindestens neun Hin- und Rückfahrten am Tag (durchgezogene Linie auf der Karte) sowie Linien mit weniger als neun täglichen Hin- und Rückfahrten (gestrichelte Linie). Diese Unterscheidung gründet auf der Annahme, dass eine Linie ab neun täglichen Hin- und Rückfahrten über den Rahmen einer hauptsächlich auf Pendler ausgerichteten Verbindung hinaus mehr als nur Pendeldienste am Morgen und Abend anbietet. Allerdings handelt es sich bei der festgelegten Zahl um eine recht willkürliche Schwelle, welche sich am durchschnittlichen Angebot im betroffenen Gebiet orientiert. Diese Darstellung soll in erster Linie die Aufmerksamkeit des Lesers auf die teilweise erheblichen Unterschiede im Angebot zwischen den Linien lenken. Dementsprechend ist es erforderlich, sich über die jeweiligen Fahrpläne zu informieren.
Unter den 65 grenzüberschreitenden Buslinien, bieten 46 Linien mindestens neun Hin- und Rückfahrten am Tag. Die 19 anderen Linien verfügen über ein weniger umfangreiches Angebot (< 9 tägliche Hin- und Rückfahrten). Es ist anzumerken, dass es mehrheitlich die vom luxemburgischen RGTR betriebenen Busse sind, die einen größeren Fahrplanumfang bieten. Im Gegensatz dazu bieten die meisten Linien vom TEC und anderer Betreiber, die nicht nach Luxemburg fahren, weniger als neun Hin- und Rückfahrten pro Tag an.
Das dargestellte grenzüberschreitende Angebot wird durch das inländische Angebot der jeweiligen Betreiber ergänzt. Detaillierte Informationen zu den Fahrplänen und den geltenden Tarifen für die inländischen und grenzüberschreitenden Angebote sind über die Internetseiten der verschiedenen Verkehrsunternehmen in der Großregion verfügbar (siehe Rubrik "Mehr dazu").
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