Grenzüberschreitende Bus- und Eisenbahnlinien

Die in der Folge vorgestellten Karten entstammen einer Zusammenarbeit des GIS-GR mit der Arbeitsgruppe „Verkehr“ der Großregion, welche den Inhalt der Karten und Kommentare validiert hat. Ein Großteil der Daten wurde durch den luxemburgischen Verkehrsverbund bereitgestellt. Die Datengrundlage wurde zudem durch Informationen ergänzt, welche über die anderen Akteure der Mobilität in der Großregion (darunter auch das Mobiregio-Portal) gesammelt wurden.

Die Zielsetzung der Karten liegt darin, eine Bestandsaufnahme des Angebots im grenzüberschreitenden ÖPNV in der Großregion zu machen. Demnach ermöglichen es die Karten und Kommentare nicht nur, die von den grenzüberschreitenden Linien erschlossenen Gebiete zu identifizieren, sondern auch die betroffenen Betreiber und geltenden Tarife hervorzuheben. Außerdem zeugen die erschlossenen Gebiete von der Bedeutung des grenzüberschreitenden ÖPNV für die Grenzpendler. Dies wird insbesondere durch die Tatsache bekräftigt, dass viele Linien zusätzliche Hin- und Rückfahrten in den Spitzenstunden anbieten.

Grundsätzlich wird die Eisenbahn für grenzüberschreitende Strecken bevorzugt. Während die Züge öfters entlang den städtischen Siedlungsachsen und für längere Distanzen genutzt werden, ermöglichen die Buslinien eine kleinräumlichere Erschließung der Grenzgebiete in Ergänzung zum schienengebundenen Angebot. Zudem wird das Busangebot stärker in Grenznähe und somit für kürzere Entfernungen genutzt, für welche die Fahrtzeiten denen mit dem Auto ähnlich sind. Die Wettbewerbsfähigkeit des Bahnangebots steigt ihrerseits mit der zurückgelegten Entfernung. Demnach weist die Gemeinde Metz nach Untersuchungen des CEPS/INSTEAD den höchsten modalen Anteil des ÖPNV aller grenzüberschreitenden Fahrten von Lothringen nach Luxemburg aus, was auf die relative Attraktivität der Eisenbahnverbindungen gegenüber den straßengebundenen Verkehrsträger zurückzuführen ist.

Die Karten stehen im Einklang mit den Zielen der grenzüberschreitenden Mobilitätskonzepte (SMOT), welche eine schrittweise Verkehrsverlagerung vom PKW zu alternativen Verkehrsträgern (ÖPNV, Fahrgemeinschaften, sanfte Mobilität, Park & Rides, usw.) verfolgen. Ein erster SMOT wurde 2009 zwischen Luxemburg und Lothringen umgesetzt. Die Mobilitätskonzepte zwischen Luxemburg und der Wallonie sowie zwischen Luxemburg, dem Saarland und Rheinland-Pfalz befinden sich noch in Arbeit.

Die erstellten Karten sind komplementär zu den Informationen auf dem dreisprachigen (FR-DE-EN) Portal Mobiregio zu verstehen. Dieses Internetportal umfasst Informationen zum ÖPNV in der Großregion. Als Ergebnis des europäischen Projekts einer „Mobilitätszentrale der Großregion“, entstammt das Portal Mobiregio einer Zusammenarbeit zwischen den verantwortlichen Trägern des ÖPNV und den Verkehrsverbünden in Luxemburg, Lothringen, Rheinland-Pfalz, Saarland und der Wallonie hinsichtlich der Entwicklung einer gemeinsamen Kommunikationsstrategie des grenzüberschreitenden ÖPNV in der Großregion. Neben einer gemeinsamen corporate identity, bietet das Portal eine grenzüberschreitenden Fahrplanauskunft, Hinweise zu den Tarifangeboten des öffentlichen Verkehrs sowie Informationen zu Carsharing, Elektromobilität, usw.

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