2026

 

Die Zusammenarbeit zwischen dem GIS-GR und den Mitgliedern der Arbeitsgruppe „Verkehr“ des Gipfels der Großregion hat zur Erstellung der Karte der nationalen und regionalen Radwege 2026 geführt. Es handelt sich hierbei um eine Aktualisierung der Karte der Radwege im Jahr 2021.

Die Großregion umfasst ein Netz aus 26.000 km bestehenden nationalen und regionalen Radwegen. Die Strukturierung und die Hierarchisierung der Routen variieren jedoch zwischen den verschiedenen Teilgebieten.

Der Plan Vélo der Region Grand Est für den Zeitraum 2022–2028 zielt darauf ab, das Radfahren mit einem Budget von 125 Millionen Euro zu fördern, indem die Infrastruktur, die Intermodalität und die mit dem Radfahren verbundene wirtschaftliche Entwicklung unterstützt werden. Er umfasst 31 Maßnahmen, die darauf abzielen, den Zugang zu Bahnhöfen zu verbessern, den Fahrradtourismus zu fördern und die Bevölkerung für die Nutzung des Fahrrads zu sensibilisieren. Dieser Plan ist Teil einer nationalen Strategie, deren Ziel es ist, den Anteil des Fahrrads am Gesamtverkehrsaufkommen bis 2030 auf 12 % zu steigern.

Das „Observatoire du vélo dans les territoires“ ist die neue Plattform zur Datenvisualisierung, die vom Netzwerk „Réseau vélo et marche“ angeboten wird. Die mit finanzieller Unterstützung der ADEME realisierte Plattform ermöglicht es, die wichtigsten Kennzahlen zum Radverkehr nach Gebietstyp (von der nationalen Ebene bis zur Gemeinde) anhand von sechs Themenbereichen darzustellen. Außerdem bietet sie eine Zusammenfassung sowie einen Schwerpunkt auf die Gemeinschaft der AVELO-Preisträger.

In Luxemburg umfasst das nationale Radwegenetz derzeit etwa 950 km, von denen 600 km bereits fertiggestellt sind. Zahlreiche Gemeinden entwickeln oder planen lokale oder regionale Radverkehrsinfrastrukturen, die dieses Netz ergänzen. Das Gesetz vom 6. Juli 1999 zur Schaffung eines nationalen Radwegenetzes beauftragte das Ministerium für öffentliche Arbeiten mit der Umsetzung eines kohärenten Netzes, das die verschiedenen Regionen, ihre wichtigsten Wirtschafts- und Tourismuszentren sowie die kommunalen Netze untereinander verbindet.

In Rheinland-Pfalz umfasst das Radnetz circa 16.000 Kilometer an Radrouten. Davon sind rund 1.944 Kilometer als unselbständige Radwege an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen angelegt. Ein dichtes Netz von selbständigen Radwegen – in der Regel in der Baulast der Kommunen – ergänzt diese. Circa 8.500 Kilometer sind nach den Hinweisen zur wegweisenden Beschilderung für den Radverkehr (HBR) ausgewiesen. 

Dieses Netz deckt sowohl den Alltagsverkehr als auch radtouristische Angebote ab. Die derzeit in Planung befindlichen Pendler-Radrouten (PRR) sind ein wichtiger Faktor, um die tägliche Nutzung des Fahrrads, insbesondere auf langen Strecken, zu fördern, indem sie sichere und umwegfreie Strecken bieten.

Der neue Radverkehrsplan Saarland (RVP) stellt, ergänzend zum Klimaschutzkonzept und dem Verkehrssicherheitsprogramm, das wichtigste Instrument zur langfristigen Stärkung des Radverkehrs dar. Er weist erstmals ein flächendeckendes Radverkehrsnetz für das gesamte Saarland aus, das sich vor allem entlang des klassifizierten Straßennetzes orientiert, mit einer Gesamtlänge von etwa 1 850 Kilometern.

Der RVP enthält außerdem eine systematische Bestandsaufnahme der aktuell zur Verfügung stehenden Radwegeinfrastruktur, die sich aus Alltagsradwegen und touristischen Radwegen zusammensetzt.

In der Wallonie und in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens besteht das „Réseau Autonome des Voies Lentes“ (RAVeL) aus Rad- und Wanderwegen, die hauptsächlich auf ehemaligen Treidelpfaden und Eisenbahnstrecken angelegt wurden. Es umfasst mehr als 45 ausgeschilderte lokale Routen. Diese Wege werden schrittweise miteinander verbunden, um 10 regionale und 4 internationale Routen zu bilden, die das gesamte wallonische Gebiet abdecken und insbesondere für den Radtourismus bestimmt sind. Insgesamt bieten das RAVeL, die grünen Wege und die Radwanderwege mehr als 2.100 km an Routen, auf denen Städte, ländliche Gebiete und Naturlandschaften entdeckt werden können.

Die auf dem Geoportal verfügbare interaktive Karte zeigt für jeden Radweg den Namen, die Klassifizierung, die Datenquelle sowie einen Link zu weiteren Informationen an.

 

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