Raumentwicklungskonzept der Großregion (REK-GR)

Die Ministerinnen und Minister und die politischen Verantwortlichen für Raumplanung der Großregion, welche sich am 17.Januar 2012 in Luxemburg zum Fachministertreffen „Raumplanung und Verkehr“ getroffen haben:

  • Stimmen der in diesem Dokument dargelegten Abschneidegrenze der Zentralitätsdarstellung städtischer Entwicklungszentren der Großregion mit den zwei Ebenen: den Oberzentren und den Mittelzentren zu;
  • Teilen den Befund dreier Räume mit metropolitanem Charakter auf der Ebene der Großregion:
  1. Ein erster grenzüberschreitender Verflechtungsraum von metropolitaner Dimension im Zentrum der Großregion, der das Gebiet um Luxemburg, Metz, Nancy, Saarbrücken, Sarreguemines, Trier sowie Kaiserslautern umfasst,
  2. Ein zweiter Raum von metropolitaner Dimension um die Rheinachse, der sich aus den drei     innerdeutschen Metropolregionen: Rhein-Neckar, Rhein-Ruhr und Rhein-Main zusammensetzt,
  3. Ein dritter Raum von metropolitaner Dimension, der sich im Norden Walloniens befindet. Er setzt sich aus Städten zusammen, die nach Brüssel ausgerichtet sind sowie aus grenzüberschreitenden Verflechtungsräumen wie die Eurometropole Lille-Kortrijk-Tournai oder die Region MHHAL (Maastricht-Heerlen-Hasselt-Aachen-Lüttich);
  • Empfehlen dem Gipfel der Exekutiven den Koordinierungsausschuss Räumliche Entwicklung (KARE) der Großregion mit der Weiterführung der Arbeiten zur Erstellung der nächsten Schritte des Raumentwicklungskonzepts für die Großregion zu beauftragen, in welchem die metropolitane Dimension der Großregion und die Mobilität einen zentralen Stellenwert erhalten.

Ein solches Konzept wird sicher keinen rechtsverbindlichen Charakter haben. Gleichwohl wird das Ziel verfolgt, die wichtigen strategischen Leitlinien für die räumliche Entwicklung der Großregion abzustimmen und festzulegen. Als Orientierungsrahmen für die Raumordnungs- und Entwicklungspolitik der Großregion muss es zudem ermöglicht werden, Entwicklungen der jeweiligen Teilgebiete der Großregion im Einklang mit den Zielsetzungen, die in den jeweiligen Raumordnungsdokumenten der Partnereinheiten der Großregion enthalten sind, aufeinander abzustimmen. Sie betonen, dass der KARE seine Arbeiten basierend auf den drei folgenden und sich ergänzenden Leitlinien weiter verfolgen soll:

  • Bestätigung der metropolitanen Funktionen des zentralen Verflechtungsraums der Großregion mit dem Gebiet um Luxemburg, Metz, Nancy, Saarbrücken, Sarreguemines, Trier sowie Kaiserslautern,
  • Verstärkung der Verbindungen zwischen den drei Räumen mit metropolitanem Charakter mit der Zielsetzung, die metropolitane Dimension der gesamten Großregion weiterzuentwickeln,
  • Identifizierung und Verstärkung der Komplementarität zwischen den jeweiligen Gebieten der Großregion anhand folgender raumwirksamer Belange von: Industrie und Gewerbe, Wohnen, Freizeit, Umwelt, Wissenschaft, Bildung… (Interaktionen zwischen den städtischen, suburbanen und ländlichen Räumen nach dem Prinzip der gegenseitigen Solidarität);

Diese Arbeiten sollten einen dynamischen und vorausschauenden Ansatz verfolgen,auch um die möglichen demografischen Konsequenzen der wirtschaftlichen Entwicklung zu berücksichtigen.

  • Empfehlen dem Gipfel der Exekutiven die Arbeitsgruppen „Katasterämter und Kartenwesen“, „Statistische Ämter“ und „Interregionale Arbeitsmarktbeobachtungsstelle“ mit der engeren Zusammenarbeit mit dem KARE zu beauftragen um die Beobachtung und die Analyse der metropolitanen Funktionen der Räume zu erleichtern und die Zusammenführung der Daten und deren Bewertung sicher zu stellen;
  • Empfehlen dem KARE, die regelmäßige Aktualisierung der Feststellungen sicherzustellen, um die in den Verflechtungsräumen ablaufenden dynamischen Entwicklungen zu berücksichtigen;
  • Verpflichten sich dieses Dokument nach der offiziellen Annahme baldmöglichst den verschiedenen Stellen zukommen zu lassen, um eine kohärente und integrative Entwicklung der Teilgebiete der Großregion zu gewährleisten. 
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