Anteil des BIP - 2023

 

Die Karte zeigt den Anteil des BIP für Forschung und Entwicklung im Jahr 2023. Sie ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen dem GIS-GR und der Arbeitsgruppe Hochschulwesen und Forschung des Gipfels der Großregion auf Grundlage von Daten, die von Eurostat bereitgestellt wurden. Es handelt sich um eine Aktualisierung der Karte, die den Anteil des BIP im Zeitraum 2017-2020 veranschaulicht.

Die Daten werden auf der NUTS-2-Ebene angezeigt, die den folgenden Gebietskörperschaften der Großregion entspricht:

  • Grand Est: ehemalige Regionen
  • Luxemburg: Großherzogtum
  • Rheinland-Pfalz: ehemalige Regierungsbezirke
  • Saarland: Bundesland Saarland
  • Wallonien: Provinzen

Auf der interaktiven Karte kann der Anteil am BIP, der für F&E aufgewendet wird, für jede Gebietskörperschaft abgerufen werden.

 

Welcher Teil des BIP wird für FuE aufgewandt?

Die Europäische Union fördert Investitionen in Forschung und Entwicklung, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Der Rat der Europäischen Union hat das Ziel gesetzt, 3% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für FuE-Aktivitäten aufzuwenden.

In diesem Zusammenhang geht es darum, die Situation der Gebiete, aus denen sich die Großregion zusammensetzt, ihre Entwicklung im Vergleich zu 2020 sowie ihre Positionierung im Verhältnis zu den Nachbarregionen zu analysieren.

Es ist festzustellen, dass nur die wallonische Provinz Wallonisch-Brabant (9,3% im Jahr 2023) und die ehemaligen Regierungsbezirke Rheinhessen-Pfalz (5,4%) und Trier (3,3%) in Rheinland-Pfalz diese Schwelle überschreiten. In allen drei Fällen handelt es sich um einen deutlichen Anstieg gegenüber den Prozentsätzen von 2017 (Wallonien) und 2019 (Rheinland-Pfalz).

Die Provinz Wallonisch-Brabant verdankt ihren ersten Platz in der Großregion der Präsenz der Katholischen Universität Löwen und großer innovativer Unternehmen, die vor allem auf den Bereich Biotechnologie ausgerichtet sind, wie GSK, UCB und IBA.

Der hohe Anteil in Rheinhessen-Pfalz ist auf die Präsenz mehrerer Universitäten (Kaiserslautern, Mainz, Koblenz-Landau - Campus Landau) und großer innovativer Unternehmen wie BASF in Ludwigshafen und des Pharmaunternehmens Boehringer-Ingelheim zurückzuführen.

Die Provinz Lüttich weist 2023 einen Anteil von 2,6 % auf, was einen Anstieg gegenüber 2017 (2,2 %) bedeutet. In den anderen NUTS-2-Gebieten der Großregion liegt der Anteil des BIP für F&E unter 2%. Die Provinz Hennegau und das Saarland zeigen beide einen Prozentsatz von 1,6% auf. Vier Einheiten liegen um 1,0%: die ehemalige Region Lothringen (1,3%), die Provinz Namur (1,1%), das Großherzogtum Luxemburg (1,1%) und der ehemalige Regierungsbezirk Koblenz (1,0%). Diese Quoten liegen nahe an den zwischen 2017 und 2020 erreichten Anteilen. Im Großherzogtum muss diese niedrige Quote jedoch angesichts des sehr hohen Pro-Kopf-BIP relativiert werden.

Die die wallonische Provinz Luxemburg weist mit 0,6% im Jahr 2023 den mit Abstand geringsten Anteil des BIP für FuE auf, was jedoch im Vergleich zu 0,3 % im Jahr 2017 einen Anstieg darstellt.

Am Rande der Großregion zeichnen sich mehrere Gebiete durch sehr hohe F&E-Investitionen aus, insbesondere dank der Präsenz bedeutender Hochschul- und Wissenschaftszentren.

Besonders hervorzuheben sind die Regierungsbezirke Stuttgart (7,8 %) und Karlsruhe (5,9%) in Baden-Württemberg. Auch Flämisch-Brabant rund um die KU Leuven (4,9%), die Provinz Antwerpen (4,2%) und der Regierungsbezirk Köln (4,0%) übertreffen das europäische Ziel. Diese Gebiete liegen über den Werten der meisten NUTS-2-Gebieten der Großregion.  Es zeigt sich, dass abgesehen von den Randbereichen der Großregion, die zu den Metropolregionen Brüssel, FrankfurtRheinMain, Rhein-Ruhr oder Rhein-Neckar gehören, die FuE-Ausgaben eine relative Schwäche des gesamten Kooperationsraums darstellen.

 

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