2018-2050

 

Die Karte entstammt einer Zusammenarbeit zwischen dem GIS-GR und der Interregionalen Arbeitsmarktbeobachtungsstelle (IBA) der Großregion. Sie ist Teil des Berichts zur Arbeitsmarktsituation 2017/2018 in der Großregion, welcher die IBA für den Gipfel der Großregion erstellt hat.

Entwicklung des Erwerbspersonenpotenzials besonders in den deutschen Regionen im roten Bereich

Der demografische Wandel und die Entwicklung des Erwerbspersonenpotenzials betreffen nicht alle Teilregionen in gleicher Weise. Nach den Voraussagen wird sich das Saarland im Hinblick auf die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter im Jahr 2050 in der kritischsten Situation befinden. Im Vergleich zu 2018 wird es bis 2050 rund 33% seiner potenziellen Erwerbsbevölkerung verlieren. Für den Großteil von Rheinland-Pfalz gelten ähnliche Werte von 20 bis über 30% Abnahmen, die Ausnahmen sind die Gebiete entlang der Rheinschiene mit einem 10- bis 20-prozentigen Rückgang der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter. Für die Städte Ludwigshafen und Mainz wird von einem Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials von rund 15% ausgegangen, für Trier sogar von -23%. Rheinland-Pfalz als Ganzes muss bis 2050 mit einer Abnahme von -24% rechnen. Auch Lothringen muss sich auf einen Rückgang der Personen im erwerbsfähigen Alter einstellen, allerdings in etwas moderaterem Ausmaß (-12,7%). Für die Departements Meuse sowie Vosges wird eine regional überdurchschnittliche Abnahme erwartet (-22,6% bzw. -24,1%).

Leichter Zuwachs in der Wallonie erwartet

Das wallonische Erwerbspersonenpotenzial wird bis 2050 voraussichtlich um 0,5% sehr leicht ansteigen. In der Wallonie weisen die Prognosen jedoch für über ein Drittel der Arrondissements sowie für die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgien einen Negativtrend aus. Letztere wird bis 2050 voraussichtlich mit Verlusten von 11,7% konfrontiert sein. Den Arrondissements Waremme und Neufchâteau wird mit rund 13% eine überdurchschnittlich positive Entwicklung des Erwerbspersonenpotenzials prognostiziert.

Aussergewöhnliche Steigerung des Erwerbspersonenpotenzials in Luxemburg erwartet

Mit einem Plus von voraussichtlich 37,6% ist das Großherzogtum Luxemburg die einzige Teilregion, die zwischen 2018 und 2050 eine deutliche Steigerung des Erwerbspersonenpotenzials verzeichnen kann (+144.300 Personen) – 2050 soll schließlich eine Zahl von rund 528.300 Personen im erwerbsfähigen Alter erreicht werden. Die Hauptursache hierfür liegt in der hohen wirtschaftlichen Attraktivität des Landes für Einwanderer, die schon seit Ende der 1980er Jahre von dem steigenden Arbeitskräftebedarf Luxemburgs angezogen werden. Die Multikulturalität und Mehrsprachigkeit des Landes verstärken diesen Trend auch zukünftig. Die ausländische Bevölkerung weist zudem eine höhere Geburtenrate auf als die einheimische und stabilisiert bzw. erhöht so auch das natürliche Bevölkerungswachstum. Die Alterung der Gesellschaft wird so abgeschwächt und Luxemburg wird auch in Zukunft wohl über eine relativ junge Bevölkerung mit einem sehr hohen Erwerbspersonenpotenzial verfügen können.


 

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