Mobilität der Beschäftigten im Pflegebereich

Die nachfolgenden Texte stammen aus dem Bericht der Interregioanlen Arbeitsmarktbeobachtungsstelle (IBA) zum Pflegearbeitsmarkt in der Großregion. Die begleitenden Karten wurden durch das GIS-GR erstellt. Die IBA hat die den Karten zugrundeliegenden Daten zur Verfügung gestellt.

Ein großer Teil der Beschäftigten in den drei Pflegesektoren Krankenhaus (86.10), Pflege-heim (87.30) und ambulante Pflege (88.10) sind Grenzgängerinnen und Grenzgänger. 60,6% der Beschäftigten im Krankenhausbereich und 57,9% der Beschäftigten in Pflegeheimen leben in Luxemburg. Die übrigen Beschäftigten leben in Deutschland, Belgien und Frankreich. Dies entspricht in etwa dem Anteil der Grenzgängerinnen und Grenzgänger auf dem luxemburgischen Arbeitsmarkt allgemein. Höher ist der Anteil inländischen Personals in der ambulanten Pflege, wo 75,8% der Beschäftigten im Großherzogtum ansässig sind (siehe Grafik).

Die meisten Pendlerinnen und Pendler leben in Frankreich. 19,8% aller Beschäftigten in Luxemburg sind Französinnen und Franzosen. Ähnlich hoch ist ihr Anteil an den Beschäftigten in Krankenhäusern und Pflegeheimen. In den ambulanten Pflegediensten sind sie mit 9,5% unterrepräsentiert. Belgierinnen und Belgier sind im Vergleich zum Gesamtarbeitsmarkt seltener in Pflegeheimen und ambulanten Pflegediensten tätig. Ihr Anteil in den Krankenhäusern entspricht zwar dem Durchschnitt (gut 10%), insgesamt ist in den drei Pflegesektoren aber verhältnismäßig weniger belgisches Personal tätig als auf dem Gesamtarbeitsmarkt. Dies gilt nicht für Grenzgängerinnen und Grenzgänger aus Deutschland. Sie sind in den Pflegesektoren mit 12,2% etwas stärker repräsentiert als auf dem Gesamtarbeitsmarkt (10,1%). Überdurchschnittlich häufig sind sie in Pflegeheimen tätig, 19,2% der Beschäftigten in diesem Sektor sind Deutsche. In der ambulanten Pflege liegt ihr Anteil mit 11,5% leicht über dem Durchschnitt. Im Krankenhausbereich sind dagegen nur 8,3% der Beschäftigten Deutsche (siehe Grafik oben).

Im Vergleich zum Jahr 2009 haben die Grenzgängerströme im Jahr 2013 aus allen drei Ländern und in alle drei Pflegesektoren zugenommen (siehe Abb. 46). Eine Ausnahme ist die Beschäftigung von Belgierinnen und Belgiern in der ambulanten Pflege (-15 Personen bzw. -6,6%). Der stärkste Anstieg ist bei den Grenzgängerinnen Grenzgängern aus Deutschland im Bereich der Pflegeheime zu beobachten (+287 Personen bzw. +41,4%).

 

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