Aus Frankreich ins Saarland am Arbeitsort (Kreise) : 2007-2017

Die Karte entstammt einer Zusammenarbeit zwischen dem GIS-GR und der Interregionalen Arbeitsmarktbeobachtungsstelle (IBA) der Großregion. Sie ist Teil des Berichts zur Arbeitsmarktsituation 2017/2018 in der Großregion, welcher die IBA für den Gipfel der Großregion erstellt hat.

 

Über die Hälfte der Franzosen an der Saar arbeitet im Regionalverband Saarbrücken

Die aus Frankreich einpendelnden Arbeitskräfte arbeiten überwiegend an Orten, an denen – neben Handel und wirtschaftsnahen Dienstleistungen – die Verarbeitende Industrie mit ihren Standorten der Metallverarbeitung bzw. der Automobil- und Zuliefererindustrie angesiedelt ist. So sind fast 60% der Grenzgänger im Regionalverband Saarbrücken, gut ein Fünftel im Kreis Saarlouis und 14% im Saarpfalz-Kreis beschäftigt. Auf die übrigen saarländischen Landkreise entfallen demgegenüber lediglich insgesamt 5% aller Einpendler aus Frankreich. Im Hinblick auf die Entwicklung der letzten zehn Jahre ist zu erkennen, dass die Zahl der Grenzgänger in allen Landkreisen zurückgegangen ist: die Rückgänge sind im Kreis Saarlouis (wo Ford angesiedelt ist) mit -13,7% (ca. 600 Personen), im Saarpfalz-Kreis mit -16,8% (ca. 500 Personen) und in Merzig-Wadern mit -38% (ca. 300 Personen – der größter Arbeitgeber in diesem Kreis ist Villeroy&Boch, gefolgt von der Kohlpharma Vertriebs GmbH und SaarGummi) besonders deutlich.

Die größte Anzahl an Arbeitsplätzen für Grenzgänger wurde im Regionalverband Saarbrücken abgebaut: gut -1.800 Arbeitsplätze (-16%). Auch eine Differenzierung nach Geschlecht zeigt, dass sowohl weniger Frauen als auch Männer von Frankreich ins Saarland pendeln. Die negative Entwicklung seit 2005 ging aber vor allem zulasten der Männer (-15%; Frauen: -11%), da diese in Branchen, welche der wirtschaftliche Strukturwandel besonders trifft, häufiger beschäftigt waren bzw. sind als Frauen. Dennoch machen männliche Einpendler weiterhin 64% des Stroms aus Frankreich aus.

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