Nach Luxemburg am Wohnort: 2017

Die Karte entstammt einer Zusammenarbeit zwischen dem GIS-GR und der Interregionalen Arbeitsmarktbeobachtungsstelle (IBA) der Großregion. Sie ist Teil des Berichts zur Arbeitsmarktsituation 2017/2018 in der Großregion, welcher die IBA für den Gipfel der Großregion erstellt hat.

 

Grenzgänger leben überwiegend in Grenznähe zu Luxemburg
 
Die Betrachtung der Karte zeigt, dass die Wohnorte der Grenzgänger überwiegend nahe an den Grenzen des Großherzogtums liegen.
 
Das zeigt sich etwa in Frankreich, das für den größten Teil der Grenzgänger nach Luxemburg verantwortlich ist: 2017 hatten mehr als die Hälfte der in Luxemburg tätigen Grenzgänger aus Lothringen ihren Wohnsitz im Arrondissement Thionville (52% bzw. etwas mehr als 46.000 Grenzgänger). Ein weiteres Viertel dieser Beschäftigten lebt im ebenfalls an der Grenze gelegenen Arrondissement Briey, gefolgt von Metz (16%). Somit leben in diesen drei Arrondissements 93% der Lothringer, die sich entschieden haben, in Luxemburg zu arbeiten. In Belgien, dem Land mit der längsten Grenze zu Luxemburg (148 km; Deutschland 138 km; Frankreich 73 km), ist eine breitere Verteilung der Grenzgänger entlang der Grenze zu beobachten. Trotzdem konzentriert sich die größte Anzahl wallonischer Grenzgänger im Süden, im Arrondissement Arlon: 35% bzw. fast 15.000 Grenzgänger. Dieses Arrondissement liegt besonders nah an Luxemburg-Stadt und seiner Umgebung, wo der größte Teil der luxemburgischen Wirtschaftstätigkeit konzentriert ist, insbesondere aufgrund der Präsenz großer luxemburgischer Arbeitgeber und europäischer Institutionen. Im Arrondissement Virton wohnen 18% der belgischen Grenzgänger. Was die deutschen Grenzgänger betrifft, von denen 94 % in Rheinland-Pfalz und im Saarland leben (den beiden einzigen deutschen Bundesländern, die eine Grenze zu Luxemburg teilen), so ist auch hier ersichtlich, dass diese Arbeitnehmer überwiegend grenznah wohnen. So wohnen 43% der in Rheinland-Pfalz lebenden Grenzgänger im Kreis Trier-Saarburg (knapp 14.000 Grenzgänger). Es folgt der Eifelkreis Bitburg-Prüm mit 27%. Auf saarländischer Seite schließlich leben zwei Drittel der in Luxemburg tätigen Grenzgänger im Landkreis Merzig-Wadern (fast 6.000 Menschen). Der Landkreis Saarlouis ist mit einem Anteil von 18% das zweitwichtigste Wohngebiet der Grenzgänger. Allgemein kann man sagen: Je weiter man sich von den Grenzen des Großherzogtums entfernt, desto geringer der Anteil der Grenzgänger, die in diesen Gebieten leben.

 

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