Aus dem Saarland nach Luxemburg am Wohnort (Kreise) : 2005-2015

Die Karte entstammt einer Zusammenarbeit zwischen dem GIS-GR und der Interregionalen Arbeitsmarktbeobachtungsstelle (IBA) der Großregion. Sie ist Teil des Berichts zur Arbeitsmarktsituation 2015/2016 in der Großregion, welcher die IBA für den Gipfel der Großregion erstellt hat. Die Karte stellt die Aufteilung und die Gesamtzahl der in Luxemburg beschäftigten Berufspendler aus dem Saarland zum 31. März 2015 nach Wohnort (Kreise) sowie die Entwicklung der Pendlerzahlen zwischen 2005 und 2015 dar.

 

Weiterer Anstieg der saarländischen Auspendlerbewegung nach Luxemburg

Im Saarland wohnt der weitaus kleinere Anteil der Luxemburg-Pendler aus Deutschland, jedoch wächst der saarländische Strom seit einigen Jahren rapide an. So hat sich die Zahl der Grenzgänger aus dem Saarland zwischen 2005 und 2015 fast verdoppelt, wobei sich dieser Anstieg besonders in den Jahren 2004 bis 2008 intensiviert hat.

Die Anziehungskraft des luxemburgischen Arbeitsmarkts, welche besonders auf die grenznahen Gebiete im Nordsaarland ausstrahlt, ist auf das Zusammenspiel verschiedener Faktoren zurückzuführen, an vorderster Stelle stehen aber sicherlich die attraktiven Einkommensmöglichkeiten im Großherzogtum. Auch im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise wies diese Stromrichtung für das Jahr 2009 noch ein vergleichsweise gutes Wachstum auf (8,2%), wenngleich sich die Veränderungsrate gegenüber den Vorjahren halbiert hat. In den Folgejahren schwächte sich die positive Entwicklung sogar noch weiter ab und sinkt seit 2011 kontinuierlich.
 

Zwei Drittel der saarländischen Luxemburg-Pendler wohnen im Kreis Merzig-Wadern

Hinsichtlich des Einzugsgebiets der nach Luxemburg auspendelnden Personen wird der Grenzeffekt deutlich. Zwei Drittel der saarländischen Luxemburg-Pendler waren im Jahr 2015 allein im unmittelbar an Luxemburg angrenzenden Kreis Merzig-Wadern ansässig. Weitere 18% entfielen auf den benachbarten Kreis Saarlouis. Seit 2005 verschiebt sich aber der Anteil der Luxemburg-Pendler vom Kreis Merzig-Wadern (-2,7%) hin in andere Gebiete, wovon insbesondere der Kreis Saarlouis profitiert (+3,5%). Dieser Kreis verzeichnete in den letzten 10 Jahren mit einem enormen Plus von 145% oder 906 Personen einen deutlichen Anstieg der dort ansässigen Grenzgänger. Es folgen die Zuwächse im Regionalverband Saarbrücken (+110%, +377 Personen) und in Merzig-Wandern (+90%). Der letztgenannte Landkreis registriert mit über 2.600 neuen Pendlern den größten absoluten Anstieg. Die Wachstumsquoten in Neunkirchen, St. Wendel und im Saarpfalz-Kreis lagen bei 60-70%. Die Grenzgänger konzentrieren ihren Wohnraum also weiterhin in der Nähe der Grenze.
 

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