Methodischer Hinweis zu den Daten 2003-2013

Das Datenmaterial zu den Grenzgängern aus Deutschland, Frankreich und der DG Belgien nach Luxemburg basiert auf den Daten der Generalinspektion für soziale Sicherung (IGSS), wo alle in Luxemburg sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nach Herkunftsort registriert werden. Die Daten beziehen sich auf den Stichtag 31.03.2013.

Das Datenmaterial der IGSS beinhaltet leichte Unschärfen, da eine geringe Anzahl an Beschäftigten zwar einem der vier Länder, zu denen die Teilgebiete der Großregion gehören, zugordnet werden konnte, allerdings keiner kleinräumigeren Ebene (für Deutschland: 2.469 Personen; für Belgien: 3.527 Personen; für Frankreich: 2.638 Personen).

Für die Grenzgänger aus der Wallonie nach Luxemburg werden die INAMI (Institut national d'assurance maladie invalidité) statt der IGSS-Zahlen herangezogen, da die Zahlen der INAMI nicht oben erläuterte Unschärfen aufweisen. Zudem lassen die INAMI-Zahlen einen zeitlichen Vergleich mit dem Jahr 2003 zu, während dies über die IGSS-Daten erst ab dem Jahr 2008 möglich wäre. Alle Erwerbstätigen sowie selbstständig Beschäftigten sind in der INAMI-Datenbank registriert. Die Grenzgängerströme in der Wallonie werden nach Herkunftsort (Arrondissements) bzw. nach Arbeitsort (Provinzen) zum 30.06.2013 sowie die zeitliche Entwicklung seit 2003 dargestellt.

In Bezug auf die INAMI Daten muss beachtet werden, dass die Lokalisierung der Arbeitsorte der in der Wallonie arbeitenden Grenzpendler aus Frankreich auf Grundlage der Krankenkassen geschieht. Dementsprechend konzentrieren sich die Grenzpendler häufig in den wallonischen Arrondissements in denen wichtige Krankenkassen angesiedelt sind. Aus diesem Grund hat das GIS-GR die Daten auf Ebene der wallonischen Provinzen aggregiert. Außerdem liegt die Vermutung nahe, dass sich die Grenzpendler aus Frankreich häufig bei französischsprachigen Krankenkassen anmelden, obwohl sie in Flandern arbeiten. Demnach neigen die INAMI Daten dazu, die Zahlen der in der Wallonie beschäftigten Grenzpendler auf Kosten der in Flandern beschäftigten Grenzgänger zu überschätzen.

Die Grenzgänger aus der DG Belgiens werden nach Herkunftsort DG Belgien (auf Basis der Ebene von Gemeinden) zum 31.03.2013 sowie die zeitliche Entwicklung seit 2003 dargestellt.

Die Grenzgänger aus dem Saarland und Rheinland-Pfalz werden nach Herkunftsort Kreise bzw. kreisfreie Städte (auf Basis der Ebene von Gemeinden über Postleitzahlen) zum 31.03.2013 sowie die zeitliche Entwicklung seit 2003 (Saarland), bzw. seit 2006 (Rheinland-Pfalz1) dargestellt.

Die Grenzgänger aus Lothringen werden nach Arrondissements der Wohnorte (auf Basis der Ebene von Gemeinden) zum 31.03.2013 dargestellt. Die dargestellte zeitliche Entwicklung bezieht sich auf die Periode 2008 bis 2013.2

Das Datenmaterial zu den im Saarland und in Rheinland-Pfalz arbeitenden Grenzgängern aus Frankreich basiert auf Daten der Bundesagentur für Arbeit zu den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (Stichtags-Daten zum 30.06.2013) in beiden Bundesländern (auf Ebene der Kreise bzw. kreisfreie Städte). Die zeitliche Entwicklung wird seit 2003 dargestellt.

  1. Ab 2006 erfolgt die Zuordnung der zugrundeliegenden Pendlerzahlen auf Ebene von Postleitzahlen auf Basis des amtlichen Gemeindeschlüssels in Rheinland-Pfalz. Hierdurch sind Vergleiche auf Ebene der Kreise vor 2006 nicht möglich (z.T. abweichende Zuordnung und dadurch Differenz in der Summe).
  2. Vor dem Jahr 2008 liegen keine kleinräumlichen Daten auf Ebene der Gemeinden bzw. Kantone für die gesamte Region Lothringen vor.
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