Aus Deutschland nach Luxemburg am Wohnort (Kreise) - 2013

Die beiden oben eingeblendeten Karten illustrieren die Aufteilung und die Gesamtzahl der in Luxemburg beschäftigten Berufspendler aus dem Saarland und Rheinland-Pfalz zum 31. März 2013 nach Wohnort (Kreise) sowie die Entwicklung der Pendlerzahlen zwischen 2003 und 2013 (Saarland), bzw. 2006 und 2013 (Rheinland-Pfalz, ein Vergleich mit Daten aus den Jahren vor 2006 ist aufgrund einer unterschiedlichen Methodik nicht möglich).

Die Mehrzahl der Grenzgänger aus dem Saarland und Rheinland-Pfalz lebt in den Landkreisen Trier-Saarburg, Bitburg-Prüm, Merzig-Wadern und in der kreisfreien Stadt Trier, die zusammen etwa 32 000 Grenzpendler stellen. Dies entspricht 20,4% aller in Luxemburg beschäftigten Berufspendler.

Die deutschen Grenzgänger verzeichnen den stärksten Anstieg aller in Luxemburg arbeitenden Grenzpendler zwischen 2003 und 2013. Dieser Anstieg ist auf die Arbeitsmarktreformen in Deutschland und auf die Entwicklung deutscher Unternehmen im Großherzogtum, insbesondere in der Bauwirtschaft, zurückzuführen.1

Der Zuwachs an Grenzgängern ist im Saarland stärker ausgeprägt als in Rheinland-Pfalz. Seit 2005 hat sich die Zahl der in Luxemburg arbeitenden Berufspendler aus dem Saarland fast verdoppelt. Ähnlich wie in Lothringen ist eine gewisse Ausdehnung des Einzugsgebiets der Grenzgänger in den deutschen Bundesländern zu erkennen.

Dieses Phänomen ist unter anderem auf die begrenzte Verfügbarkeit von attraktivem Wohnraum und die steigenden Grundstücks- und Immobilienpreise im Landkreis Merzig-Wadern zurückzuführen. Dies bewegt die Grenzpendler, sich in anderen Gebieten in Nähe der Grenze anzusiedeln. Dies trifft vor allem auf den Landkreis Saarlouis zu, der von dieser Entwicklung begünstigt wurde und einen Anstieg der Pendlerzahl von +211% zwischen 2003 und 2013 aufweist.2

Die positive und dynamische Entwicklung der Grenzgängerströme aus den deutschen Bundesländern ist ebenfalls auf das Phänomen des atypischen Grenzgängerwesens zurückzuführen, das besonders stark in den deutschen Grenzregionen ausgeprägt ist (1 789 Personen 2012). Mehr und mehr Luxemburger lassen sich in den benachbarten deutschen Regionen nieder, mit einer Vorliebe für die Regionen um Trier, Bitburg und Merzig.3

In Bezug auf die Aufteilung nach Wirtschaftszweigen arbeiten die deutschen Berufspendler häufig in der Bauwirtschaft (18,2%) und der Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (15%), im verarbeitenden Gewerbe (12,8%) und dem Handel (12,0%).

  1. IBA-Aktuell 06/11/2013. Einpendlerzahlen nach Luxemburg (31/03/2013)
  2. IBA/OIE (2012): Die Arbeitsmarktsituation in der Großregion. 8. Bericht der Interregionalen Arbeitsmarktbeobachtungsstelle an den 13. Gipfel der Exekutive der Großregion
  3. EURES (2009): Sarre et Rhénanie-Palatinat: de moins en moins de frontaliers venant de Lorraine, de plus en plus vers le Luxembourg
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