Entwicklung der Arbeitslosenquote 2000-2016

Die Karte entsammt einer Zusammenarbeit zwischen dem GIS-GR und dem Luxembourg Institute of Socio-Economic Research (LISER). Sie ist Teil des Themenhefts "Demographische Dynamik und damit verbundene räumliche Erfordernisse", das durch das LISER im Rahmen der Raumanalyse für das Raumentwicklungskonzept der Großregion (REKGR) erstellt wurde.

 

Eine unterschiedliche Entwicklung der Arbeitslosigkeit je nach Teilgebiet der Großregion

Laut der IBA ist die Arbeitslosenquote in der Großregion zwischen 2005 und 2015 um 2 Prozentpunkte gesunken, von 10% auf 8%. Im Untersuchungszeitraum 2000-2016 bestätigen die Ergebnisse diesen Trend, der sich in einer globalen Abnahme der Zahl der Arbeitssuchenden widerspiegelt (- 24 209 Personen). Eine tiefergehende Analyse offenbart territoriale Divergenzen in der Entwicklung der Arbeitslosenquote zwischen 2000 und 2016.

Beide deutschen Bundesländer weisen einen starken Rückgang auf (- 37.582 Arbeitssuchende im Untersuchungszeitraum). Dies ist sowohl die Folge einer sehr dynamischen Wirtschaft als auch einer radikalen Änderung der deutschen Arbeitsmarktverordnungen seit 15 Jahren. Zu diesem bundesweiten Kontext ist hinzuzufügen, dass die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter aufgrund der alternden Demographie lokal abgenommen hat.

In Luxemburg stieg die Arbeitslosenquote zwischen 2000 und 2014 (von 2,5 % auf 7 %); seitdem verzeichnet sie wieder einen Rückgang. Dies erklärt sich aus der Vitalität der luxemburgischen Wirtschaft und der Dynamik bei der Schaffung von Arbeitsplätzen.

In der Wallonie geht die allgemeine Tendenz hin zu einem Anstieg der Anzahl von Arbeitssuchenden (+ 11.794). Jedoch werden auch widersprüchliche Dynamiken festgestellt. Die Provinzen Hennegau und Namur in Wallonien erleben eine sehr positive Dynamik, mit einer Abnahme der Anzahl von Arbeitssuchenden, während im Rest der Wallonie die Arbeitslosenquote hoch bleibt und im Vergleich zu 2000 weiterhin leicht ansteigt, insbesondere in den Bezirken Lüttich und Verviers.

In Lothringen hat die Arbeitslosigkeit zwischen 1999 und 2014 mit 36.768 zusätzlichen Arbeitssuchenden zugenommen. Die Arbeitslosenquote hat in den beiden wichtigsten städtischen Zentren zugenommen, dies gar noch stärker in den industriellen Zentren außerhalb des Sillon lorrain (Val de Rosselle, Ballungsraum von Bar-le-Duc). Der Hauptgrund für diesen Anstieg liegt in den Schwierigkeiten, die die Industrieunternehmen haben, um ihren Aktivitäten eine neue Dynamik zu geben. Hinzu kommt die Wirtschaftskrise, die diese Tendenz noch verstärkt hat. Die hohen Arbeitslosenquoten in bestimmten Regionen erklären sich auch durch die Restrukturierung der Armee, die den Wegfall vieler Arbeitsplätze nach sich gezogen hat (Metz, Commercy). Die Situation in den städtischen Gebieten der nördlichen Mosel ist vorteilhafter: diese weisen einen mäßigen Anstieg der Arbeitslosigkeit und einen starken demographischen Zuwachs auf.

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