Entwicklung der Gesamtzahl junger Arbeitsloser 2008-2015

Enorme Unterschiede in der Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit zwischen 2008 und 2015 auf kleinräumiger Ebene

Im Zeitraum 2008-2015 nahm die Jugendarbeitslosigkeit in Rheinland-Pfalz um 17,5% (bzw. knapp 2.450 Personen) ab. Getragen wurde diese Entwicklung insbesondere von den Kreisen Westerwald, Rhein-Lahn, Vulkaneifel und Kusel, in denen die Arbeitslosigkeit zwischen 33,2% und 41,3% zurückgegangen ist. Entgegen dem rheinland-pfälzischen Trend verlief die Entwicklung vor allem in den Städten Worms (+15,3%) und Mainz (+23,7%).

Auch für das Saarland lassen sich auf Kreisebene unterschiedliche Entwicklungen beobachten. Insgesamt ist die Jugendarbeitslosigkeit an der Saar im Betrachtungszeitraum um 4,9% (-169 Personen) gesunken. Diese Entwicklung ist insbesondere auf den Kreis Saarlouis (-144 Personen bzw. -26,8%), Saarpfalz (-74 Personen bzw. -17,5%) und auch auf den Kreis Sankt Wendel (-63 Personen bzw. -34,4%) zurückzuführen. In den Kreisen Merzig-Wadern und Neunkirchen stieg die Jugendarbeitslosigkeit um 12,1%, bzw. 10%. Im Regionalverband Saarbrücken ist eine gemässigtere Zunahme zu beobachten (+1,5% bzw. 23 Personen).

In der Wallonie ist die Zahl junger Arbeitsuchender zwischen 2008 und 2015 um 9% gesunken (-4.824 Personen). Die Arbeitslosigkeit ist in allen Arrondissements gesunken, mit Ausnahme der Arrondissements Nivelles (+5,6%) und Ath (+0,1). Die DG Belgien weist ihrerseits eine Zunahme der Jugendarbeitslosigkeit von +6,7% auf, die auf die Entwicklung im südlichen Kanton St. Vith (+25,0%) zurückzuführen ist.

Bemerkenswert ist auch die Entwicklung in Luxemburg: zwischen 2008 und 2015 fand im Großherzogtum ein überdurchschnittlicher Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit von insgesamt 36,6% (bzw. 536 Personen) statt.

Im Gegensatz zu den deutschen Teilgebieten und der Wallonie ist die Jugendarbeitslosigkeit in Lothringen in zwei Dritteln der kleinräumig betrachteten Gebietseinheiten (zones d’emploi bzw. Beschäftigungszonen) angestiegen. Insgesamt verzeichnet Lothringen somit im Zeitraum 2008-2015 einen Anstieg der Arbeitslosigkeit junger Menschen um 6,2% (bzw. 1.778 Personen). Im betrachteten Zeitraum waren die stärksten Zuwächse in den Beschäftigungszonen von Sarrebourg (+19%), Metz (+12,9%), Thionville (+12,4%), Epinal (+11,4%) und Remiremont (+11%) zu verzeichnen. Hingegen ist die Arbeitslosigkeit in Sarreguemines am stärksten zurückgegangen (-12,8%, d.h. 179 Personen).

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