Gesamtbevölkerung nach aggregierter Ebene 1990-2008

©Berechnungen: GIS-GR

 

Diese Karte illustriert die Bevölkerungsentwicklung (in %) zwischen 1990 und 2008 aggregiert nach vergleichbaren territorialen Ebenen.

Die Darstellung der Bevölkerungsentwicklung ist aus der Sicht der Raumplanung besonders interessant, da sie es ermöglicht, die in Bezug auf die Demografie wachsenden und schrumpfenden Gebiete zu identifizieren.

Während in der Wallonie (und der DG), in Rheinland-Pfalz, in Lothringen und in Luxemburg die Bevölkerung zum Wachstum tendiert, sieht sich das Saarland im Durchschnitt mit einer abnehmenden Bevölkerung konfrontiert (siehe Abb. 1). Unterden wachsenden Regionen, stellt das Großherzogtum Luxemburg (27,55%) einen positiven Entwicklungsdurchschnitt dar, der weit über den anderen Regionen und somit auch über dem Durchschnitt der Großregion (5,53%) liegt. In Rheinland-Pfalz sind es im Wesentlichen die Gebiet entlang der externen Grenze der Großregion, die das stärkste Wachstum erfahren. In Lothringen ist das Phänomen eher umgekehrt,da es im Herzen der Region ist, entlang des Sillon Lorrain, wo die Bevölkerung am meisten zunimmt.

Doch diese Karte ermöglicht es ebenfalls, das Phänomen der Peri-Urbanisierung und Zersiedelung hervorzuheben. Tatsächlich sind es am häufigsten nicht die Städteselbst, die den stärksten Wachstum erfahren, sondern eher ihre Peripherien, wie in Charleroi, Luxemburg, Nancy oder Trier.

Schließlich ermöglicht es dieser Indikator, die Dynamik hervorzuheben, welche durch die Präsenz der Grenze entstanden ist. Letztere ist oft Synonym sozi-ökonomischer Unterschiede. Tatsächlich, erfährt die Gesamtheit der Gebiete, die das Großherzogtum Luxemburg umringen, mit Ausnahme zweier Verbandsgemeinden in Rheinland-Pfalz, einen relativ hohen Wachstum. Dieses Phänomen ist gewiss auf diewirtschaftliche Dynamik Luxemburgs zurückzuführen, welche dazu führt, Bevölkerungen anzuziehen, die sich nahe der Grenze ansiedeln, um in Luxemburg zu arbeiten. Ein anderer Grund ist das Phänomen der Wohnmobilität der luxemburgischen Einwohner in Richtung der angrenzenden Regionen.

Generell bleibt festzuhalten, dass das Großherzogtum Luxemburg sich durch einbesonders starkes Wachstum seiner Bevölkerung auf der Gesamtheit seines Gebietes unterscheidet, da kein Kanton ein negatives Saldo aufweist.

Zum letzten Mal aktualisiert am