DTA und SRADDET Grand Est

Schéma Régional d’Aménagement de Développement Durable et d’Egalité des Territoires

Die Region Grand Est erarbeitet zur Zeit das SRADDET (Schéma Régional d’Aménagement de Développement Durable et d’Egalité des Territoires). Es handelt sich dabei um eine Strategie bis 2050 für die Planung und nachhaltige Entwicklung des Grand Est. Diese Strategie wird von der Region Grand Est getragen und ausgearbeitet, jedoch gemeinsam mit all seinen Partnern entwickelt (Gebietskörperschaften, Staat, Akteuren aus dem Energie-, Transport- und Umweltbereichs, Vereine…).

Das SRADDET wird von der Regionalversammlung im Herbst 2019 verabschiedet hinsichtlich seiner Umsetzung ab Anfang 2020.


Directive Territoriale d‘Aménagement

Die Gebietsrichtlinie für die Raumplanung in den nördlichen Bergbaurevieren der Region Lothringen (DTA) wurde am 2. August 2005 per Dekret des Staatsrats verabschiedet.
In der DTA legt der Staat fest, welche Herausforderungen bei der Raumplanung in einem bestimmten Gebiet besonders zu berücksichtigen sind. Die Gebietskörperschaften sind in die Ausarbeitung der DTA miteingebunden. Andere Planungsdokumente (Schéma de Cohérence Territoriale und, wenn kein SCOT vorliegt, der Plan Local d’Urbanisme) müssen mit der DTA vereinbar sein.

Die DTA in Lothringen umfasst das Kohle- und Eisenerzbecken mit insgesamt 488 Gemeinden auf einer Fläche von 4000km² und definiert die Planungsleitlinien (schützenswerte landwirtschaftliche Flächen und Naturräume, Vermeidung von Zersiedelung, Stärkung der städtischen Zentren, städtische Erneuerung, große Planungs- und Infrastrukturprojekte) für dieses Gebiet. Außerdem bestimmt die DTA die Leitlinien zur Bebaubarkeit in den von den Risiken des Bergbaus betroffenen Gebieten.

Die DTA erstellt eine Raumdiagnose, führt die wichtigsten Herausforderungen für den Staat auf und definiert normative Leitlinien und Empfehlungen.
Die identifizierten Herausforderungen umfassen sieben Hauptbereiche:

  • Definition einer klaren Bebauungspolitik für die von den Risiken des Bergbaus betroffenen Gebiete;
  • Stärkung des Sillon Lorrain in seiner Rolle als multimodaler Nord-Süd-Korridor für Transit und Warenverkehr;
  • Stärkung der industriellen Basis und Weiterentwicklung der Logistik;
  • Förderung der wirtschaftlichen Diversifizierung;
  • Förderung eines reibungslosen Funktionierens der grenzüberschreitenden Ballungsräume;
  • Wiedererlangung eines hohen Lebensstandards:
  • Bestimmung eines Netzwerks schützenswerter Natur- und Landschaftsräume sowie landwirtschaftlicher Flächen:

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